Wäre hier Öl…

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Mit dem Schild „Wäre hier Öl, Shell würde bohren“ haben wir mit weiteren Greenpeace-Aktivisten in fünfzig deutschen Städten gegen das Arktis-Projekt des Ölkonzerns Shell protestiert. Der Fantasie der Aktivisten, wie und wo sie dieses Schild aufstellten, waren keine Grenzen gesetzt. Wir Deggendorfer stiegen kurz entschlossen in den Brunnen am Stadtplatz und sorgten dort für Aufsehen.

Shell bekommt Risiken in der Arktis nicht in den Griff

Doch egal, wo die Aktivisten ihr Statement setzten. Sie machten auf die beispiellose Pannenserie Shells vom letzten Jahr aufmerksam. Unabhängig davon strandeten sowohl das von Shell eingesetzte Bohrschiff "Noble Discoverer" als auch die Bohrplattform "Kulluk" an der Küste Alaskas. Shells Notfall-Ausrüstung für einen Ölunfall ist bei Tests durch die US-Küstenwache durchgefallen. Eine Untersuchung durch das US-Innenministerium kam im März zu dem Schluss, dass Shell sein Bohrprogramm gestartet habe, ohne über die nötige Ausrüstung zu verfügen.
Die beiden Bohreinheiten befinden sich derzeit zu Reparaturarbeiten in asiatischen Werften, Shells Arktis-Projekt pausiert. An seinen Plänen will Shell jedoch nach wie vor festhalten. Vor kurzem hat sich das Unternehmen mit dem russischen Ölgiganten Gazprom darüber verständigt, gemeinsam in der Russischen Arktis nach Öl zu bohren. Das Unternehmen dürfte dort von den laxeren Umweltauflagen und der weit verbreiteten Korruption profitieren.

Greenpeace fordert: Shells Pläne müssen gestoppt werden. Wer in der Arktis nach Öl bohren will, setzt ihr Überleben aufs Spiel. Eine der der letzten unberührten Regionen unserer Welt darf nicht von der Ölindustrie ausgebeutet werden.

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