Ein kraftvolles Zeichen

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Auf Schloss Elmau bei Garmisch Patenkirchen findet an diesem Wochenende unter massiven Sicherheitsvorkehrungen der G7-Gipfel statt. Weil der Veranstaltungsort geografisch unzugänglich ist, wird eben in München demonstriert. 15.000 Demonstranten werden erwartet an diesem heißen Sommertag, doch 40.000 kommen, strömen zur Auftaktkundgebung am Stachus. Schon von weitem hört man Trillerpfeifen und Mikrofonstimmen, die Innenstadt ist weithin abgeriegelt. 40.000 Menschen aus verschiedenen Organisationen, Gesellschaftsschichten und Altersgruppen zeigen mit Fahnen und Transparenten ihre Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Politik. Demonstrieren gegen TTIP, CETA und Gentechnik. Gegen die Macht der Konzerne. Gegen Hunger und Armut. Für die Umwelt. Für das Klima. Für globale Gerechtigkeit. Für den Frieden.

Klar, wir sind mittendrin in diesem bunten Haufen. Nach der Kundgebung ziehen alle laut, mit Musik und viel Gemeinschaftsgefühl durch die Münchner Innenstadt. Die Hitze macht Vielen zu schaffen, aber die Feuerwehr steht bereit und gibt Pappbecher mit Wasser aus. Beachtlich ist auch das Polizeiaufgebot mit 4000 Sicherheitskräften. Doch die Demo ist friedlich. Ehrensache für alle, die hier sind.
Zur Abschlusskundgebung am Odeonsplatz rügt Hauptredner Jean Ziegler, Ikone der Globalisierungskritiker, den G7-Gipfel scharf. Er spricht aber auch von Hoffnung auf eine bessere Welt. Last not least sorgen Hans Söllner und Hans Well mit seinen Wellpappn für ein musikalisch-kritisches Highlight.