Das schmeckt uns nicht!

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Egal ob bei Schnee, Regen oder 36 Grad. Seit Monaten protestiert Greenpeace bundesweit vor McDonalds’s gegen Massentierhaltung, Antibiotika und Gentechnik. Und wir gehen erst wieder, wenn der Konzern Verantwortung übernimmt.

Die Folgen der skrupellosen Billigfleischproduktion müssen wir alle tragen.

McDonald’s setzt auf Billigfleisch. Aktuelles Fotomaterial aus den Ställen des Zulieferers Rothkötter belegt die miserable Haltung der Tiere. Doch die Produktion von Billigfleisch wirft nicht nur ethische Fragen nach dem richtigen Umgang mit Tieren auf, sondern hat auch gefährliche Folgen für Mensch und Umwelt. Dazu gehört die Zunahme muliresistenter Keime auf Hähnchenfleisch durch den hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen. Und: Böden und Wasser werden durch Nitrat aus Mist und Gülle verseucht.
Greenpeace konnte außerdem in fünf Proben des Hähnchens bis zu 100 Prozent Gentechnik nachweisen. Auch das hat Folgen. Der Anbau gentechnisch veränderter Futtermittelpflanzen führt zu einem hohen Einsatz von Agrarchemikalien. Zu resistenten  Beikräutern. Zur Bedrohung der Artenvielfalt. McDonald’s behauptet nun, Gentechnik sei „gängige Praxis am Markt“. Dabei würde ein gentechnikfrei produzierter Chickenburger nur einen Cent mehr kosten. Während McDonald’s in Österreich, Frankreich und der Schweiz auf Gen-Futter bei ihren Hähnchenprodukten verzichtet, ignoriert das Unternehmen hierzulande die Verbraucherwünsche. Denn: 79 Prozent der Verbraucher ist es wichtig, dass Legehennen und Mastgeflügel kein Futter erhalten, das gentechnisch veränderte Pflanzen enthält. Dies zeigte im April 2014 eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage.

McDonald’s Fast-Food kommt uns teuer zu stehen. Schließlich zahlen die Folgekosten für die Umwelt, das Klima und die Gesundheit alle. Auch diejenigen, die nicht bei McDonald’s essen. Und das schmeckt uns gar nicht!
Klar, dass wir deshalb bei den bundesweiten Protesten dabei waren und McDonald’s in Deggendorf „aufsuchten“. Nach unserem Protest im November letzten Jahres zeigten wir heute dem Konzern endgültig den Stinkefinger – in Form einer Hühnerkralle. Wir beklebten die Fenster der Filiale mit Plakaten „Stoppt genmanipuliertes Futter!“ und „Stoppt Massentierhaltung“. Zusätzlich sprühten wir mit Schablonen unsere Slogans auf den Boden. Was für ein Act!

Greenpeace setzt sich für eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft sowie eine artgerechte Tierhaltung ein.